Ironman 70.3 in Rapperswil 07.06.2009

Als erstes längeres Rennen in dieser Saison habe ich mir den Ironman 70.3 in Rapperswil vorgenommen. Der Wettkampf sollte unter anderem zeigen, ob meine Schulter gut genug verheilt ist, um auch längere Renndistanzen zu verkraften. Dies insbesondere während des Schwimmens und beim Radfahren in Aeroposition.

Das Schwimmen im eisigkalten Zürichsee verlief für meine Verhältnisse überraschend gut. Ich kam optimal weg am Start und fand Unterschlupf in einer kleinen Gruppe, die über die gesamte Schwimmdistanz zusammen blieb. So konnte ich den Rückstand auf die Spitze im Rahmen halten und wechselte im Mittelfeld der Pro Frauen auf's Rad.

Gleich zu Beginn der Velostrecke gelang es mir, die Athletinnen, die gleichzeitig mit mir aus dem Wasser kamen, hinter mir zu lassen. So lag ich nach ca. 10 Kilometer an vierter Stelle und versuchte weiterhin, Boden nach vorne gutzumachen. Leider gelang es mir trotz recht guten Beinen nicht, Sichtkontakt zu den vorderen drei Fahrerinnen herzustellen und ich absolvierte die Radstrecke über lange Zeit alleine. Beim Wendepunkt sah ich zwar, dass mein Rückstand nicht allzu gross war, trotzdem konnte ich aber nicht genügend zusetzen, um die Lücke kleiner werden zu lassen. In der Hälfte der zweiten Runde überholte mich ausserdem Karin Thürig, die mit einer gewohnt sehr starken Radleistung aufwarten konnte.

Nach dem Wechsel auf's Laufen lag ich somit an fünfter Stelle und war recht zuversichtlich, eine gute Laufleistung zeigen zu können. Leider waren meine Beine da nicht ganz gleicher Meinung und ich fühlte mich von Beginn weg müde und kraftlos. So erschien mir die ohnehin schon recht eintönige Laufstrecke unendlich lang. Ich kämpfte um einen guten Rhythmus und suchte nach Energie, die mich etwas schneller hätte laufen lassen. Aber es half nichts, die Luft war draussen und es gelang mir nicht, an Tempo zuzulegen. So verlor ich leider noch einen Rang und lief schliesslich als sechste ins Ziel.

Das Fazit des Rennens ist damit etwas durchzogen: Mit der Schwimmleistung bin ich sehr zufrieden, da ich aufgrund meines Trainingsrückstandes und auch aufgrund der erreichten Testzeiten im Schwimmbecken nicht damit gerechnet hatte, so gut aus dem Wasser zu kommen. Beim Laufen hat sich jedoch gezeigt, dass diesmal die Puzzleteile nicht optimal zusammen gestimmt haben. Die Laufzeit entspricht weder meinen Erwartungen noch meinem aktuellen Formstand, und ich werde noch etwas über die Bücher gehen müssen, um zu analysieren, woran es gelegen hat.

Einmal mehr möchte ich mich aber bei meiner Familie und all meinen Freunden und Fans bedanken, die mich an der Strecke so lautstark unterstützt haben. Speziell wenn es nicht so reibungslos läuft, wie ich es mir gewünscht habe, ist es Gold wert, jeweils wieder bekannte Gesichter zu sehen! Herzlichen Dank!

Rangliste Frauen >>

Bilder zum Rennen findet Ihr hier >>

Ironman 70.3 in Rapperswil

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