Halbmarathon Schweizermeisterschaften Oberriet 26.03.2006

Sozusagen als "Novum" in meiner bisherigen sportlichen Karriere bin ich heute an einem Halbmarathon gestartet. Noch nie zuvor bin ich wettkampfmässig über diese Distanz gelaufen, ausser natürlich als Teil eines Halbdistanz- triathlons. Ich war also gespannt, wie sich das anfühlen wird, über diese für mich doch eher lange Distanz "nur" zu laufen, ohne vorher schon geschwommen und Rad gefahren zu sein. Der Lauf war einerseits als Standortbestimmung gedacht, andererseits sollte er auch dazu dienen, noch etwas Erfahrung über die 21 Kilometer lange Strecke zu sammeln. Da ich in diesem Jahr voraussichtlich zweimal an einem Halbironman am Start sein werde, kann ich sicherlich von den heute gesammelten Eindrücken profitieren.

Das Wetter verhiess Gutes, zumindest was die Temperaturen betraf. Mit ca. 15 Grad herrschte im St. Galler Rheintal angenehmes Laufwetter, und dies erst noch bei zwar bedecktem Himmel, aber trockenen Verhältnissen. Etwas weniger gemütlich machte es uns jedoch der Wind, der ziemlich heftig blies.

Es galt, eine kleine Runde à ca. 1 Kilometer zu absolvieren, bevor dann zweimal die 10 Kilometer Runde zu laufen war. Die ersten sechs Kilometer vergingen sehr schnell, was vor allem darauf zurückzuführen war, dass der Wind von hinten blies. Etwas anspruchsvoller war es dann dementsprechend zwischen Kilometer 6 und 11, wo ich wieder einmal die Erfahrung gemacht habe, dass auch im Laufen der Windschatten anderer sehr hilfreich sein kann. Ich hatte Glück und befand mich in einer Gruppe von Läufern, sodass ich zumindest in der ersten Runde nicht allzu sehr vom "Winde verweht" wurde. Es lief dementsprechend gut und ich ging guten Mutes auf die zweite 10 Kilometer Runde.

In der zweiten Hälfte war die Situation in Bezug auf den Wind gleich, und wir profitierten auf den ersten 5 Kilometer wiederum vom Rückenwind. Ich fühlte mich nach wie vor sehr gut und war überrascht, wie schnell die ersten 15 Kilometer vergangen waren. Beim Rückweg zwischen Kilometer 16 und dem Ziel hatte ich dann etwas weniger Glück als in der ersten Runde, da sich die Gruppe mittlerweile etwas verteilt hatte. So war ich zusammen mit einem anderen Läufer zu zweit und bekam etwas mehr vom Wind ab, als ich mir das in dieser Situation gewünscht hätte. Trotzdem musste ich nur auf den letzten drei Kilometer etwas "beissen" und erreichte das Ziel eine Minute unter der Totalzeit, die ich mir vorgenommen hatte. Ebenfalls erfreulich ist die Tatsache, dass wir in der Mannschaftswertung trotz verletzungsbedingtem Ausfall von zwei sehr starken Läuferinnen Platz 2 belegen.

Alles in allem war es ein toller Wettkampf und vor allem für mich eine super Erfahrung! Nebst der Tatsache, dass ich mit der Zeit sehr zufrieden bin, fühle ich mich nun auch nach dem Lauf - abgesehen von den obligaten schweren Beinen und einem blauen Zehennagel - sehr gut!

Link zu den Ranglisten der Halbmarathon Schweizermeisterschaften 2006

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