Trainingslager Gran Canaria 30.01.2006

Am 15. Januar 2006 war es wieder mal soweit: Die Laufschuhe, die Schwimmbrille und vor allem das Rennrad waren im Koffer verstaut und ich war bereit für das erste Trainingslager im neuen Jahr! Ich freute mich riesig auf zwei Wochen Training unter der Sonne von Gran Canaria. Vorallem aber freute ich mich, erneut zwei Wochen mit vielen meiner Trainingskollegen/-innen zu verbringen.

Wie immer im Januar Trainingslager lag der Schwerpunkt des Trainings vorallem im Grundlagenbereich, und dies hauptsächlich auf dem Rad. Nichtsdestotrotz haben wir zwischendurch auch die Laufschuhe geschnürt oder haben unsere Bahnen im schönen Schwimmbad von Maspalomas gezogen.

Wettermässig hatten wir leider nicht so viel Glück, wie ich mir das vorgestellt hatte. Petrus hatte wohl keine gute Laune und hat uns anfänglich nur kühles Wetter beschert. Nach ein paar Tagen wurde es zwar etwas wärmer, aber die Sonne hat sich nur sehr selten gezeigt. Stattdessen wurden wir ein paar Mal kräftig „geduscht“ auf dem Rad...

In bleibender Erinnerung wird uns allen jene Ausfahrt bleiben, bei der wir schon bei strömenden Regen zu einer sechsstündigen Ausfahrt gestartet sind. Der erste Teil der Tour führte uns auf einen Pass, sodass wir trotz Regen nicht frieren mussten. Nach einer langen und heiklen Abfahrt zur Küstenstrasse allerdings trafen wir auf Verhältnisse, wie sie die meisten von uns noch nicht erlebt hatten: Braune Bäche statt Strassen, Autos die nicht weiterfahren konnten, und Aeste, Steine und andere Utensilien, die von den Bergen zur Küste runtergeschwemmt wurden. Damit wir unsere Ausfahrt fortsetzen konnten, mussten wir wohl oder übel mehrmals ganze Bäche durchqueren und uns durch knietiefes Wasser kämpfen. Es braucht wohl nicht allzu viel Vorstellungskraft, um sich auszumalen, wie wir – und vorallem unsere Räder – nach diesem Training ausgesehen haben...

Trotz einigem Wetterpech liessen wir uns die Laune selbstverständlich nicht verderben und genossen unsere Trainings (und auch die Ruhetage...) in vollen Zügen! Nach meiner Rückkehr in die Schweiz steht mir nun trainingsmässig eine eher ruhigere Woche bevor, in der die Regeneration an erstere Stelle steht, bevor’s dann wieder richtig losgeht!

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